Kirche Weigmannsdorf

Unsere kleine romantische Dorfkirche befindet sich in der Mitte unseres Ortes, sie ist von der Straße aus nicht unbedingt auf den ersten Blick wahrnehmbar, steht aber auf einer Anhöhe in der Nähe unseres weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannten Gasthofes. Unsere Kirche ist vom Friedhof umgeben und unmittelbar daneben befindet sich die ehemalige Schule, welche mit viel Engagement durch unseren Heimatverein saniert und wieder zum Leben erweckt wurde und nun als Vereinshaus rege genutzt wird.

Von unserem Ort gibt es die erste Erwähnung 1348 und den Bau einer Kirche um 1480. Das Gebäude mit Dachreiter oder „Kirchturm“ genannt, ist in seiner äußerlichen Form im Wesentlichen erhalten geblieben. Jedoch musste 1800/1801 der baufällige Turm neu gebaut werden, weil „die Höhe des Turmes in keinem Verhältnis mit der Größe der Kirche stünden, was halb sei…“

Holzdentrologische Untersuchungen sowie zwei Hilliger-Glocken aus den Jahren 1483 und 1492 bestätigen diesen Zeitraum.

Einen farbenfrohen Anblick bietet der Innenraum mit alten Gemälden.

An der Außenwand sieht man die 12 Apostel und restaurierte Teile eines Flügelaltars.

Ein hiesiger Bauer, der sich im späten Alter das Malen selbst angeeignet hat, schuf die Deckenbilder, wo sich unter diesen ebenfalls Gemälde mit gleichen Motiven aus älteren Zeiten befinden.

Mit Blick auf den Altar und der darüber angebrachten Kanzel aus dem 18. Jahrhundert sieht man beidseitig die schönen Buntglasfenster.

Mit dem Einbau eines neuen Fußbodens im Altarraum hat das restaurierte Taufbecken aus dem Jahre 1668 seinen jetzigen Standort erhalten.

Die Orgel wurde 1773 von Adam Gottfried Oehme geschaffen. Auf dem Friedhof befindet sich ein Denkmal, welches dem Spender dieses klangvollen Instrumentes gewidmet ist.

Bei Umbauten in den 1950/61 Jahren ist im hinteren Kirchenschiff eine Winterkirche eingerichtet worden. Ebenfalls wurden die oberen Emporen ausgebaut. Die Loge der Erbrichter aus Weigmannsdorf und Müdisdorf ist erhalten geblieben.

Im Jahr 1851 waren drei Glocken vorhanden. Zwei sind beim Läuten gesprungen „sonderbar“, dabei auch die von 1483. Die zwei neu gegossenen Glocken sind Opfer der beiden Kriege geworden. So läuten jetzt die Glocke aus dem Jahr 1492 und eine im Jahr 1998 gegossene Glocke. Eine alte mechanische Uhr mit Stundenschlag gibt die Zeit an.

Kommen Sie doch einfach mal nach Weigmannsdorf in den Gottesdienst und überzeugen Sie sich selbst vom Charme unserer Kirche.

Birgit Fleischer / Reinhard Kaden